Bücher

Einfachere Bücher

Ich lese gerne Bücher, die es mir leicht machen Sachverhalte zu verstehen. Das sind Bücher, die Erfahrungen teilen, über Erlebnisse berichten und in nicht-akademischer Sprache Zusammenhänge erklären. Das sind keine Fachbücher, sondern Bücher über Fachthemen, die so geschrieben sind, dass sie auch Menschen verstehen können, die keine Expert*innen im Fach sind. Meistens stoße ich durch Zufall auf diese Bücher – in der Soziologie-Abteilung der Stadtbibliothek.

Unter Weißen – Was es heißt, privilegiert zu sein

Mohamed Amjahid

Buchcover Unter Weissen
Journalist Mohamed Amjahid beschreibt seine eigenen Erlebnisse als Nichtweißer in Deutschland und verdeutlicht damit existierende Privilegien, die Weiße im Gegensatz zu Nichtweißen haben. Obwohl ich nun schon viel über Privilegien weiß, kann ich doch nicht aus meinem weißen Körper heraus. Und deshalb bin ich dankbar dafür, die Brille eines Nichtweißen für die Länge dieses Buches aufsetzen zu dürfen.

Drogen – Die Geschichte eines langen Krieges

Johan Hari

Buchcover Drogen
Journalist Johan Hari macht sich auf die Suche nach den Ursprüngen des Drogenkrieges und die ultimativen Gründe für Drogenabhängigkeit. Er verknüpft Biographien und Sachverhalte und Erkenntnisse auf meisterliche Art und Weise, so dass am Ende ein spannendes Buch entsteht, das sich kaum niederlegen lässt. Mir hat das Buch die Augen geöffnet und ermöglicht, auf ganz neue und andere Art auf die Themen Sucht, Alkoholismus und Co. zu schauen.

Komplexere Bücher

Andere Bücher sind deutlich schwieriger zu lesen. Von denen lese ich immer nur ein paar Seiten, die ich dann erstmal verdauen muss. Sie sind so dicht und enthalten so viele wichtige Informationen und Erkenntnisse, dass sie einfach nicht schnell durchlesbar sind.

Reweaving Our Human Fabric – Working Together to Create a Nonviolent Future

Miki Kashtan

Buchcover Reweaving Our Human Fabric
Das ist gerade mein Lieblingsbuch – und ich bin immer noch nicht durch damit. Miki Kashtan beschreibt, wie eine Welt aussehen kann, die durch die Bedürfnisse aller bestimmt wird und was es dazu braucht. Neben einem langen theoretischen Teil, enthält das Buch auch einige visionäre Erzählungen, die die Theorie veranschaulichen.

Das Herz gesellschaftlicher Veränderung

Marshall Rosenberg

Buchcover Das Herz gesellschaftlicher Veränderung
Dies ist ein sehr kleines Büchlein, das den Inhalt eines Workshops wiedergibt, den Marshall Rosenberg, der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation über das Thema „Gesellschaftliche Veränderung“ gehalten hat. Er beschreibt verschiedene Ebenen von gesellschaftlicher Veränderung und Wege dort hin. Es ist zwar klein, aber allein durch die Komplexität des Themas nicht so leicht verständlich.

Am Anfang war Erziehung

Alice Miller

Buchcover Am Anfang war Erziehung
Dieses Buch ist ein totaler Augen-Öffner. Die Psychoanalytikerin Alice Miller beschreibt Erziehungsmethoden, die vor nicht allzu langer Zeit üblich waren, und wie sie uns bzw. unsere Eltern und Großeltern geprägt haben. Besonders spannend finde ich den Teil des Buches, in dem sie Adolf Hitlers Kindheit und Leben analysiert.

Das denkende Herz – Die Tagebücher von Etty Hillesum 1941-1943

Etty Hillesum

Buchcover Das denkende Herz
Die Texte der jungen holländischen Jüdin Etty Hillesum berühren und inspirieren mich sehr. Sie beschreibt ihren eigenen Weg zu einer inneren Ruhe und Lebendigkeit inmitten der schrecklichsten Zeit unserer jüngeren Geschichte. Trotz all dem Leid, das sie gesehen und erlebt hat, hat sie ihr Mitgefühl und ihre Liebe zum Leben nicht verloren.