Meine Jahresplanung mit Hilfe von Dragon Dreaming (Teil 2)

Jahresplanung mit Dragon Dreaming Titelbild

Hier geht’s zu Teil 1: Meine Jahresplanung mit Hilfe von Dragon Dreaming.

Jahresplanung für 2018

Im Planen meines eigenen Lebens bin ich wirklich nicht so gut. Seit Januar habe ich zusammengeschrieben, was ich alles so machen möchte in diesem Jahr, um mein persönliches Ziel zu erreichen.1 Seither hat sich schon wieder alles verändert. Aber das Schöne an der Dragon Dreaming Methode ist ja, dass nichts in Stein gemeißelt ist.

Wie geht es nun konkret weiter mit der Planung? Im letzten Artikel haben wir erstmal geträumt und fantasiert, was alles passieren müsste, damit unser Jahr ganz wunderbar wird. Und wir haben ein Ziel gefunden, das uns durch’s Jahr begleitet. Jetzt wird es konkret. Was muss ich tun, damit ich dieses Ziel erreichen und meine Träume in Erfüllung gehen können?

Mach dir dafür mehrere kleine Zettel, wie Post-Its. Male einen Kreis oben mittig darauf und schreibe darunter, was du tun möchtest, um deine Träume zu erfüllen. So wie hier:

Jahresplanung Dragon Dreaming Zettel
Verschiedene Aufgabenzettel für das Karabirrdt

Der Kreis dient als Statusanzeige. Sobald du mit der Aufgabe angefangen hast, kannst du ihn schraffieren und wenn du fertig bist, malst du ihn komplett aus.

Da wir ein ganzes Jahr eines Lebens planen, würdest du vermutlich unendlich viele Zettel brauchen, wenn du jeden kleinen Schritt aufschreiben würdest. Deswegen lautet mein Vorschlag: Mach es so wie ich oben und schreibe dir erstmal nur die Themen auf, die du im Laufe des Jahres angehen willst. Als Orientierung wird gesagt: 24 – 48 Zettel sind gut.

Überprüfe auch immer wieder, ob die Aufgaben, die du wählst, in Übereinstimmung mit deinen Träumen und deinem übergeordneten Ziel stehen. Oder ob du einfach nur Todo-Listen abarbeitest.

Aufgaben ans Karabirrdt heften

Im Dragon Dreaming gibt es für die Planung das Karabirrdt – einen Plan, der mehr einen Spinnennetz gleicht als einem ordentlich strukturierten Plan. Das Karabirrdt ist unterteilt in vier Teile, die wiederum zur Orientierung 3 Bereiche haben.

  • Träumen

    1. Bewusstheit
    2. Motivation
    3. Informationen sammeln
  • Planen
    1. Alternativen erwägen
    2. Strategien entwerfen
    3. Test & Versuch
  • Machen
    1. Umsetzung
    2. Management & Administration
    3. Überprüfen des Fortschritts
  • Feiern
    1. Fähigkeiten erwerben
    2. Ergebnisse
    3. Auswertung

Alle Aufgaben werden in diese vier Bereiche eingeteilt. Wenn du, wie ich, Aufgaben hast, die eigentlich Aufgabenpakete oder sogar eigene Projekte sind, dann schau einfach, wo du gerade mit dem Projekt stehst. Stehst du ganz am Anfang und weiß noch gar nicht so recht, wie beginnen? Dann pack es unter „Träumen“. Weißt du schon, was du dir vorstellst, hast aber noch keinen konkreten Plan? Häng es unter „Planen“. Ist eigentlich alles klar und du musst nur anfangen? Dann unter „Machen“. „Feiern“ ist mir dabei am schwersten gefallen. Eigentlich gehört es überall dazu. Ich habe dann einfach überlegt, wie ich ganz konkret dafür sorgen kann, das Feiern nicht zu vergessen. Wenn du nicht weißt, wo ein Zettel hin soll, vertraue deiner Intuition.

Karabirrdt Jahresplanung
Leeres Karabirrdt + vollgekritzeltes Karabirrdt

Beim Einordnen auf der x-Achse kannst du darauf achten, ob die Aufgabe eher etwas ist, was du mit anderen Menschen machst (Umwelt) oder etwas, was du ganz für dich machst (Individuum).

Verbindungen schaffen mit Songlines

Nachdem du deine Aufgaben/Projekte ans Karabirrdt gehängt hast, siehst du erstmal, in welchen Bereichen besonders viele Aufgaben hängen und wo vielleicht noch gar keine. Ein erfolgreiches Projekt – ebenso wie ein erfolgreiches Jahr – braucht Balance zwischen den vier Bereichen: Träumen, Planen, Machen und Feiern. Schau für dich einfach, ob das so für dich stimmig ist oder ob du z.B. noch mehr Fokus aufs Feiern legen willst.

Keep it playful! – Halte es spielerisch!

Vergiss nun nicht, dass du diese Planung für dich machst. Mach eine Pause, wenn es vielleicht grad überwältigend ist zu sehen, wieviel du dir dieses Jahr vorgenommen hast. Und dann sortiere aus. Was ist wirklich wichtig für dich und die Welt? Du kannst das Karabirrdt auch erstmal ein paar Tage liegen lassen und immer wieder drauf schauen. Beobachte dich dabei, wie es dir damit geht. Motiviert es dich, oder setzt es dich unter Druck? Auf welchen Aufgaben liegt dein Fokus, wenn du drauf schaust?

Auf dem Bild oben siehst du, dass ich die Zettelchen mit Linien miteinander verbunden habe. Diese Verbindungen nennen sich Songlines und werden intuitiv aufgemalt. Sie verbinden Aufgaben, die miteinander zu tun haben, sich vielleicht auch gegenseitig bedingen. Vielleicht gibt es Aufgaben, die du erst machen kannst, wenn eine andere abgeschlossen ist. Sei kreativ! Du kannst dein Karabirrdt bemalen, du kannst Aufgaben clustern und du kannst jederzeit Aufgaben hinzufügen oder wegnehmen.

Was noch?

Was braucht es nun noch, damit du loslegen kannst? Eigentlich nichts. Letztendlich ist es ja dein Jahr und kein Projekt, so dass du keine Meilensteinplanung oder so machen musst. Trotzdem kann es vielleicht hilfreich sein, wenn du dir Möglichkeiten überlegst, wie du deinen Fortschritt verfolgen kannst. Vielleicht möchte ein Aufgabenpaket extra Aufmerksamkeit und wird ein eigenes Dragon Dreaming Projekt. Vielleicht benötigst du für manche Aufgaben Unterstützung. Wenn du schon weißt, wer dir helfen kann, kannst du den Namen auf den Zettel mit dazu schreiben.

Das Wichtigste aber ist: Befestige dein Karabirrdt an einem Ort, den du täglich sehen kannst. Meines hängt neben meinem Schreibtisch. Sobald du mit einer Aufgabe weiter gekommen bist, fange an, den Kreis zu schraffieren. Wenn du fertig bist, male ihn komplett aus. Dazu ist natürlich auch wichtig, dass du für dich weißt, wann du fertig bist. Ich habe z.B. Sportgewohnheiten mit aufgeschrieben. Ich könnte nun sagen, dass ich z.B. nach 60 Tagen fertig bin damit, die Gewohnheit zu etablieren. Ich könnte auch sagen, dass ich erst am Ende des Jahres fertig bin. Das ist letztlich meine eigene Entscheidung.

Ich wünsche dir viel Freude und Kreativität bei deiner Jahresplanung.


Hast du Lust zu teilen, was dein Ziel für dieses Jahr ist und welche Aufgaben du dir vorgenommen hast?

  1. Zur Erinnerung, mein Ziel für 2018 war: „Ich habe Balance und Stabilität in mein Leben gebracht.“ []

1 Kommentar

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen